iBookmark: locative texts and place-based authoring

Hallo alle,

ich bin gerade an einem Arbeitstreffen des europäischen Forschungsprojektes IRIS (Interactive Storytelling), an dem ich für die Uni Genf mitarbeite. In diesem Projekt arbeitet unter vielen anderen auch Patrick Olivier aus Newcastle mit. Eben gerade hat er mir vom Projekt “iBookmark” erzählt, eine Forschungsprojekt der Uni Newcastle, der Uni Münster und der Art School in Newcastle:

Kurz: sie haben eine Software entwickelt, die es ermöglicht, mit einem eBook Texte zu lesen, die sich über GPS je nach Ort, an dem man sich befindet, verändern.
Im Anhang eine kurze Beschreibung des Projektes.

Ich habe Patrick natürlich von Texplora erzählt, und er hat mir sofort angeboten, dass wir in Kontakt kommen. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, in Texplora die Software von “IBookmark” zu testen oder gar anzupassen …. ist zu diskutieren.

Mit herzlichem Gruss aus Wien
Urs

Abstract «iBookmark»

With the recent developments in ePaper technology, consumer eBook readers have display qualities and form factors that are approaching that of traditional books. These eBook readers are already replacing paper in some commercial domains, but the potential of eBooks to extend forms of writing and storytelling has not been significantly explored. Using the digital and dynamic characteristics afforded by eBook readers, we are developing iBookmark, a GPS-enabled eBook reader. In iBookmark, writers can create stories that change in response to the location of the eBook itself. By setting context variables based on current and past locations of the eBook reader and using these in the rule-based generation of text and illustrations. We are developing new rhetorical device for writers that extend the expressive range of eBook delivered stories.

download «SchoeningCHI09.pdf»

2 Responses to “iBookmark: locative texts and place-based authoring”

  1. axel says:

    Sehr interessanter Ansatz, Urs. Problematisch find ich allerdings, dass man ein Konsortium von sechs grossteils technologielastigen Partner hat, in einem Projekt, in dem es um die jahrhundertealte Kultur des Schreibens geht. Da gehört doch mindestens ein Literaturinstitut dazu. Wo sind die Dramaturgen und Sprachwissenschaftler? Das ist sehr typisch für solch ein EU-Projekt (wobei mir nicht ganz klar ist, welche Rolle dieses Culture Lab spielt). Ich hab das gerade in einem ähnlichen Fall miterlebt, iwe jemand versucht ein transdiszipläneres EU-Konsortium zusammenzustellen. Das Problem ist, dass die entsprechenden Entscheidungsgremien der EU zumeisst fachlich sehr monodisziplinär aufgestellt sind, in diesem Fall von der IT-Seite. Mit einem transdisziplinären Ansatz haben die nicht viel am Hut. Dementsprechend dürftig finde ich auch, was man in dem PdF als Umsetzung sieht. Das ist auch die Stärke unseres Projekets, dass wir inhaltlich hoffentlich wesentlich mehr bieten können!

  2. urs says:

    Ja, Axel, die transdisziplinären EU-Projekte sind wohl eine Wunschvorstellung, die noch auf Realisierung wartet … das sehe ich auch im Projekt “Interactive Storytelling” - wo ich mitten unter IT-Ingenieuren, Soziologen und Psychologen der einzige Autor bin (mit einer klaren Nebenrolle…).
    Aber vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die Software von iBookmark für unser Texplora-Projekt prototypisch zu nutzen. Das können wir Anfang August dann diskutieren.
    Bis dahin, schöne Sommertage!

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